10.08.2011

Farbige Briefumschläge

Was Sie schon immer über den Versand farbiger und transparenter Briefhüllen wissen wollten.

Wenn es ums Thema „Porto für Briefumschläge“ geht, kann man für normale weiße und helle Post sehr schnell und einfach mit dem Portokalkulator der  Deutschen Post den Preis für den Versand seiner Sendung ermitteln. Sobald es aber darum geht, farbige oder transparente Briefumschläge zu verschicken, steigt die Verunsicherung der Verbraucher; gerade auch durch die immer mal wieder erscheinenden Zeitungs-Artikel zur Oster- oder Weihnachtssaison.
 
Wir empfehlen unseren Geschäfts- und Privatkunden, die bei uns Briefumschläge kaufen, auch alternative Dienstleister zu wählen. P2 Die zweite Post zum Beispiel ist ein Verbund von regionalen Dienstleistern für die koordinierte und kostengünstige, bundesweite Zustellung. Die meisten dieser Dienstleister erheben bei Sonderfarben und transparenten Briefhüllen keine Zuschläge, so dass diese Variante bis zu 50% Portoersparnis bringen kann. Dort richtet sich das Porto rein nach dem Format.
 
Grundsätzlich gilt bei der Deutschen Post, dass bei Kompakt-, Groß- und Maxibriefen transparente oder farbige Hüllen kein Problem sind.
 
Lediglich im Standardbriefbereich muss man bei der Deutschen Post darauf achten, wie der Briefumschlag beschaffen ist: Farbige Briefhüllen sind leider nicht immer maschinenfähig. Bei hellen Farben und bei pastellfarbenen Briefumschlägen gibt es keine Probleme, diese können ganz normal als Standardbrief frankiert werden. Nur bei dunkleren Farben, wie ein sattes orange, rot , blau oder gar schwarz, kann die apricot-farbene Strichcode-Tinte nicht mehr gelesen werden, so dass von Hand sortiert werden muss, was höhere Kosten verursacht. Dunkle Farben zählen also als Kompaktbrief (0,90 €). Es empfiehlt sich zudem das Frankieren mit einer Briefmarke, sowie das Anbringen eines hellen Adress-Aufklebers, damit die Adresse auch sauber lesbar ist.
 
Standardbriefe werden mit 0,55 € korrekt frankiert, müssen aber maschinenfähig sein. Vom Format gilt, dass sie, ebenso wie Kompaktbriefe, mindestens den Faktor 1,4 zwischen Länge geteilt durch Breite haben müssen, also auf keinen Fall quadratisch sein dürfen. Zulässig sind Formate von 90 x 140 mm bis 125 x 235 mm bis zu einer Höhe von 5 mm und einem Gewicht bis 20 g. Dies sind z.B. C6 Briefumschläge, Briefumschläge DIN lang und C6/5.
 
In der Vergangenheit gab es Meldungen, dass bei Privatleuten bei nicht maschinenfähigen Sendungen ein „Auge zugedrückt wird“, oder Kleinmengen bis 5 Sendungen auch ohne Nach-Porto durchgehen, aber dies ist in keiner Richtlinie der Deutschen Post vermerkt. Bei Größeren Sendungsmengen empfiehlt es sich mit dem jeweiligen Automationsbeauftragten der Deutschen Post zu sprechen, damit keine unliebsamen Überraschungen auf einen zu kommen. Im privaten Bereich gilt es sich genau zu überlegen, ob man es einfach darauf ankommen lässt und seine transparenten oder dunklen farbigen Hüllen einfach mit 0,55 € frankiert, denn entweder bekommt man den Brief zurück und muss Nachfrankieren – was dadurch zu Zeitverzögerungen führt, die gerade bei Glückwunschkarten nicht so sehr erwünscht sind, oder – wenn der Absender nicht von außen zu erkennen ist – muss der Empfänger ein Nach-Porto zahlen.
 
Fast alle Transparenthüllen sind auch in den Standardformaten nicht maschinenfähig. Es gibt Ausnahmen – fragen Sie dazu unsere Mitarbeiter – die für die Automation zertifiziert sind, also auch als Standardbrief durchgehen. Aber gerade hier kommt es definitiv auf den Inhalt an, da dieser durchscheint. Ein Frankieren mit einem Frankierstempel wird bei transparenten Briefumschlägen nicht empfohlen, da dies zu unschönen Verwischungen und Farbüberträgen auf nachfolgende Sendungen führt. Transparente Briefumschläge sind durchaus beschrift- und bedruckbar, benötigen aber länger zum Trocknen der Tinte als herkömmliche Briefhüllen. Auch nassklebende Briefmarken haften nicht immer zuverlässig auf transparenten Briefhüllen, daher empfiehlt es sich selbstklebende Briefmarken zu verwenden. Bei dunklen transparenten Briefhüllen nimmt man für die Beschriftung am Besten ein Adress-Etikett, damit die Adresse problemlos gelesen werden kann.
 
Für den Versand großer Mengen gibt es auch transparente zertifizierte Kuvertierhüllen. Hier empfiehlt es sich ebenso sich vorher Angebote zum Versand einzuholen.
 


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